Dissoziative Störungen

Bei dissoziativen Erkrankungen ist das Identitätserleben durch den Verlust der psychischen Integration von Erleben und Handeln gestört. Die Betroffenen erleben Teile ihrer Person, ihres Verhaltens oder ihres Körpers und seiner Funktionen als fremd und nur eingeschränkt beeinflussbar. Dabei kann die "Dissoziation" eine große Bandbreite annehmen und von Veränderungen des Körperempfindens über zeitweisen Verlust des Erinnerungsvermögen bis hin zur Aufspaltung der Persönlichkeit in mehrere Anteile reichen. Gemeinsam ist den Störungsbildern das "Auseinanderfallen" von eigentlich zusammen gehörigen seelisch-körperlichen Funktionen. Dissoziative Phänomene können sich allmählich entwickeln oder plötzlich auftreten, sie können chronisch oder in Form einzelner Episoden verlaufen. Die Therapie richtet sich nach der individuellen Ausprägung der Störung. Ziel ist dabei immer, die Auslösebedingungen für dissoziative Episoden zu identifizieren und das Kontrollerleben der Patienten zu stärken.
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