Posttraumatische Belastungsstörung

Traumata sind Ereignisse, die die persönliche Integrität und/oder die Existenz des Betroffenen gefährden. Dies können Unfälle, Gewalterfahrungen oder Krieg sein, häufiger handelt es sich aber um sog. "Bindungstraumatisierungen", also durch enge Bezugspersonen zugefügtes Leid und Vernachlässigung. Solche Erfahrungen bedeuten eine schwere Belastung für Seele und Organismus der Betroffenen, die oftmals zu einer anhaltenden Störung des seelischen Erlebens, einer sog. Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), führen. Diese ist gekennzeichnet durch andauernde seelisch-körperliche "Alarmbereitschaft" mit erhöhter Anspannung und durch wiederholte, unkontrollierbare Erinnerungen an das traumatische Ereignis mit Gefühlen der Hilflosigkeit und Ohnmacht sowie den Versuch, Situationen zu vermeiden, die an das Trauma erinnern könnten. Zusätzlich können Gefühle emotionaler Abgestumpftheit und Gleichgültigkeit bestehen. Auch Ängste und Depressionen treten im Rahmen einer PTBS häufig auf. Neben dem hohen unmittelbaren Leidensdruck führt eine PTBS oftmals zu Folgeproblemen: Viele Betroffene neigen aufgrund ihrer ständigen Anspannung zu erhöhter Aggression; Alkohol- oder Drogenkonsum als Versuche der "Selbstberuhigung" sind häufig. In der Psychotherapie lernen Betroffene, die traumatischen Ereignisse mit Hilfe spezieller Traumatherapie- Verfahren und Techniken wie z.B. EMDR zu verarbeiten und ein Gefühl subjektiver Sicherheit und Kontrolle über ihr Leben zurück zu erlangen.

Zuletzt geändert am: 18.7.2018 um 12:41

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